…sitzt er in seinem Zimmer. Er hat gerade seine letzte Abiturprüfung hinter sich gebracht. 13 Jahre Arbeit für 5 Prüfungen. Für den höchstmöglichen deutschen Schulabschluss: das Abitur.
Vor 13 Jahren, also 1996, wurde der Schreibwaise in Bremen/Woltmerhausen in die Klasse 1B eingeschult.
Die nächsten 4 Jahre verblieb er dort auf der Grundschule und lernte Lesen, Schreiben, Rechnen und Schwimmen. Auch den Fahrradführerschein, sowie einer Urkunde für herausragende Leistungen in der Abwasch-Gruppe im Schullandheim Bokel hatte er in diesen 4 Jahren erhalten.
Der Höhepunkt der ersten 4 Jahre war ein 11-tägiger “Ausflug” in die Kleinstadt Mézieres bei Limoges in Zentralfrankreich. Dort konnten die “kleinen” ihre in 4 Jahren angelernte Sprache Französisch endlich am Menschen anwenden.
Nach der Grundschule soll der Schreibwaise das Schulzentrum An der Butjadinger Straße in Bremen/Woltmershausen für 6 weitere Jahre besuchen.
Die 6 Jahre auf einer der “kriminellsten und korruptesten” Schulen Bremens blieben Ereignisvoll wie die 4 Jahre zuvor:
Die fünften und sechsten Klassen waren die erste Station, genannt: “Orientierungsstufe”. In der Lehrer über das Verhalten der Schüler urteilten und ihnen eine Empfehlung für die Haupt-, Realschule oder Gymnasium gaben. Mit einer Realschulempfehlung besuchte der Schreibwaise schließlich für weitere 4 Jahre gegen den Willen der Schulleitung das Gymnasium, auf dem der Französischunterricht wieder aufgenommen wurde.
Neben einer Skifahrt im Harz, eines Frankreichaustauschs in Le Mans, einer Klassenfahrt nach Canterbury/England und einer Abschlusssegelfahrt auf dem Ißelmar/Holland ist der Jahrgang einen Wandel durchlaufen. Von 34 Schülern in der 7. Klasse sind ganze 16 Schüler in der 8. übergeblieben, zu denen der Schreibwaise, der mittlerweise als Klassensprecher fungierte, auch gehörte.
Und nach einigen Eskalationen und Handgreiflichkeiten zwischen Schreibwaise+Kollegen und Lehrerschaft ist dann mit einer Abschlussfeier in der beschaulichen Turnhalle der Schule alles abgeschlossen worden.
Nun war der Spaß an der Schule schon längst vergangen, doch Schreibwaise entschied sich dann doch noch für das Abitur. Beworben an der Wilhelm-Wagenfeld Schule, Ablehnung abgeholt und einen Tag vor Schulbeginn doch noch genommen worden. Vielen Dank dafür an Frau Reder. Hätten Sie sich sparen sollen.
Dies sollte der Durchbruch werden! Ein Neuanfang.
Die elfte Klasse:
Neue Kollegen, neue (mehr oder wenier)Chefs, neues Umfeld. Total übermotviert verlief das erste Schuljahr relativ erfolgreich, was es die darauffolgenden 4 Halbjahre nicht mehr sein wird.
Die zwölfte Klasse:
Sie bestand aus zwei 2 Megaprojekten. Dem Praktikum, welches der Schreibwaise in einer Druckerei um die Ecke gemacht hat, und des fünften Prüfungselement, kurz 5.PE, welches letztenendes mit guten 12 Punkten abgeschlossen worden ist. Neben den beiden Projekte gab es noch eine Studienfahrt nach London. Doch die möchte man jetzt nicht ausschmücken.
Die dreizehnte Klasse:
Das letzte Jahr. Die letzten Wochen, Tage, Klausuren, Kilometer auf dem Fahrrad, alles geht dem Ende zu. Nocheinmal das Ziel Minimalabitur vor Augen halten. Erste Karrierepläne schmieden. Einfach nurnoch “durchkommen”.
Heute hat er alles hinter sich gebracht.
Mit der mündlichen Prüfung in Geschichte/Kunstgeschichte haben 13 Jahre Spuk ein Ende gefunden.
Schreibwaise

Gratulation! ;)